Zuschnittplan· 3 Min. Lesezeit
Hochbeet aus Brettern berechnen: Wie viele Bretter brauche ich und wie schneide ich sie?
Hochbeet 2 × 1 m aus drei Brettreihen: Zuschnittplan, warum ein 4-m-Brett keine zwei 2-m-Seiten ergibt und wie viele Bretter du für wenig Verschnitt kaufst.
Ein Hochbeet mit 2 × 1 m wirkt wie eine einfache Sache: ein paar Bretter, vier Eckpfosten, Schrauben. Im Baumarkt stellst du dann fest, dass es Bretter mit 3 m und 4 m gibt – und plötzlich ist nicht mehr klar, wie viele du mitnehmen sollst. Rechnen wir es an einem konkreten Beispiel durch – inklusive einer Falle, in die viele tappen.
Die Ausgangslage
- Außenmaß des Hochbeets 2.000 × 1.000 mm.
- Bretter 28 mm dick und 150 mm breit, 3 Reihen übereinander – das Beet ist 3 × 150 = 450 mm hoch.
- Die langen Bretter laufen über die vollen 2.000 mm, die kurzen sitzen dazwischen: 1.000 − 2 × 28 = 944 mm.
- Innen in jeder Ecke ein Kantholz 50 × 50 mm, 450 mm lang, an das die Bretter geschraubt werden.
- Schnittbreite 3 mm (Handkreissäge), 5 mm Besäumschnitt am Anfang jedes Bretts.
Insgesamt brauchst du also 6 Bretter à 2.000 mm und 6 Bretter à 944 mm – zwei lange und zwei kurze Seiten in jeder der drei Reihen.
Die Falle: Aus einem 4-m-Brett bekommst du keine zwei 2-m-Seiten
Die erste Idee ist meist „Ich kaufe 4-m-Bretter und halbiere jedes“. Zwei Stücke à 2.000 mm brauchen mit Besäumschnitt und einem Schnitt dazwischen aber 5 + 2.000 + 3 + 2.000 = 4.008 mm. Das Brett hat 4.000 mm, das zweite Stück wäre also 8 mm zu kurz. Ergebnis: Aus jedem 4-m-Brett schneidest du nur eine lange und zwei kurze Seiten.
| Einkauf | Gekaufte Länge | Verschnitt |
|---|---|---|
| 6 × 3.000 mm | 18.000 mm | 1,9 % |
| 6 × 4.000 mm (nur 4-m-Bretter) | 24.000 mm | 26,4 % |
| 5 × 4.000 mm bei 1.990 mm Beetlänge | 20.000 mm | 12 % |
Mit 3-m-Brettern bleibt fast nichts übrig: Aus jedem schneidest du eine lange und eine kurze Seite. Hat der Baumarkt nur 4-m-Bretter, lohnt es sich, das Beet auf 1.990 mm zu kürzen – dann passen zwei lange Seiten in ein Brett und du sparst ein ganzes Brett.
Zur Einordnung: Alle Teile zusammen messen 17.664 mm. Mit sechs 3-m-Brettern kaufst du 18.000 mm, für Sägespäne, Besäumen und Reststücke bleiben also nur 336 mm Holz.
Der Zuschnittplan
- 16 Bretter à 3.000 mm: aus jedem 2.000 + 944 mm.
- 2Von jedem Brett bleibt ein Reststück von 45 mm – schon nach Besäumschnitt und beiden Schnittbreiten.
- 3Eckpfosten: 4 × 450 mm aus einem 2.000-mm-Kantholz, übrig bleiben 183 mm.
Die Pfosten haben einen anderen Querschnitt als die Bretter, plane sie im Rechner deshalb als eigenen Zuschnittplan. Willst du sie in den Boden setzen, verlängere sie um die Einbautiefe und rechne neu.
ZuschnittplanDieses Beispiel im Zuschnittplaner öffnenWenn du ein anderes Maß willst
Die Regel aus dem Beispiel gilt allgemein: Ein Stück, das „genau die Hälfte“ der Brettlänge hat, passt nicht zweimal hinein, weil Besäumschnitt und Schnittbreite etwas wegnehmen. Bei einem Beet mit 1,5 × 1 m würdest du zum Beispiel aus einem 3-m-Brett ebenfalls keine zwei langen Seiten à 1.500 mm schneiden. Gib die Maße in den Rechner ein, bevor du einkaufen gehst – ein paar Millimeter Beetlänge entscheiden oft über ein ganzes Brett.
Tipps aus der Werkstatt
- Miss vor dem Zuschnitt die tatsächliche Brettdicke – davon hängt die Länge der kurzen Seiten ab. Bei einer anderen Dicke als 28 mm rechne 1.000 − 2 × Dicke neu.
- Schneide zuerst alle langen Teile, dann die kurzen. Die kurzen Seiten misst du am besten erst an der fertig zusammengesetzten ersten Reihe ab.
- Versetze die Eckverbindungen so, dass ein langes Brett immer die Stirnseite eines kurzen überdeckt – der Rahmen hält dann besser.
- Das 183-mm-Reststück vom Kantholz ist ein praktischer Abstandhalter beim Verschrauben der nächsten Reihen.