Terrassendielen· 3 Min. Lesezeit
Terrassendielen für 5 × 4 m berechnen: Stöße versetzen, wenn die Diele zu kurz ist
Ist die Terrasse länger als die Diele: wo die Stöße hinkommen, wie du sie versetzt, wie viele Dielen du kaufst und wie du sie zuschneidest. Beispiel 5 × 4 m.
Die Terrasse ist 5 m lang, im Baumarkt gibt es die Dielen aber nur mit 4 m. Jede Reihe bekommt also einen Stoß. Wo soll er hin, wie sorgst du dafür, dass die Stöße benachbarter Reihen nicht in einer Linie liegen, und wie viele Dielen musst du kaufen? Wir rechnen es an einem Beispiel durch.
Die Vorgaben
- Terrassenlänge in Dielenrichtung 5.000 mm, Breite quer dazu 4.000 mm.
- Dielen 145 mm breit, 5 mm Fuge, nur in 4.000 mm Länge erhältlich.
- Lagerhölzer mit 400 mm Achsmaß, 2 Schrauben an jedem Kreuzungspunkt von Diele und Lagerholz.
- Schnittbreite 3 mm, versetzte Stöße eingeschaltet.
Wo die Stöße liegen
Die Lagerhölzer liegen bei 0, 400, 800 … 4.800 und 5.000 mm — insgesamt 14. Das letzte Feld ist nur 200 mm breit, weil 5.000 kein Vielfaches von 400 ist. Ein Dielenstoß muss auf die Achse eines Lagerholzes fallen, sonst hängen die Enden in der Luft.
- 1., 3., 5. … Reihe (14 Reihen): ganze Diele 4.000 mm + Stück 1.000 mm, Stoß auf dem Lagerholz bei 4.000 mm.
- 2., 4., 6. … Reihe (13 Reihen): Stück 3.600 mm + Stück 1.400 mm, Stoß ein Lagerholz früher, bei 3.600 mm.
Die Stöße benachbarter Reihen sind also um ein Feld versetzt und treffen nie aufeinander. Es sind 27 Reihen — die letzte muss der Länge nach auf 100 mm zugeschnitten werden (wie du das vermeidest, steht im Artikel über Dielenbreite und Fuge).
Zuschnittplan
| Dielen 4.000 mm | Zuschneiden auf | Reststück je Diele |
|---|---|---|
| 14 | 4.000 mm (ganz) | 0 |
| 13 | 3.600 mm | 397 mm |
| 6 | 1.400 + 1.400 + 1.000 mm | 191 mm |
| 1 | 1.400 + 1.000 + 1.000 mm | 591 mm |
| 2 | 1.000 + 1.000 + 1.000 mm | 991 mm |
Insgesamt 36 Dielen und 6,3 % Verschnitt. Die Reststücke sind bereits nach Abzug der Schnittbreite angegeben — so viel bleibt dir wirklich übrig.
Ohne Versatz und mit längeren Dielen
Ohne Versatz würdest du ebenfalls 36 Dielen kaufen (27 ganze und 9, die in drei Stücke à 1.000 mm geschnitten werden), aber alle Stöße lägen in einer Linie auf dem Lagerholz bei 4.000 mm. Hersteller empfehlen schon wegen der Optik, die Stöße zu versetzen — eine lange Quernaht über die ganze Terrasse fällt sofort ins Auge.
Hat der Händler Dielen mit 5.000 mm, reichen 27 Stück ohne Stoß und ohne Verschnitt. Du sparst auch Schrauben: 756 statt 810. Auf dem Lagerholz mit Stoß werden nämlich beide Dielenenden verschraubt, jeder Stoß bringt also einen Kreuzungspunkt mehr.
Wie du einen Stoß unterstützt
- Die Dielenenden am Stoß müssen sicher auf dem Lagerholz aufliegen. Auf einem einzelnen Lagerholz ist für zwei Enden wenig Platz, deshalb schreiben manche Clip-Hersteller unter jedem Stoß ein doppeltes Lagerholz vor.
- In diesem Plan liegen die Stöße nur auf zwei Linien — bei 3.600 und 4.000 mm —, du musst also nur diese beiden Lagerhölzer doppeln.
- Die Fuge zwischen den Dielenenden am Stoß nimmst du aus der Anleitung des Dielenherstellers; das Material arbeitet mit Temperatur und Feuchtigkeit.
- Schneide die Enden rechtwinklig nach, auch bei neuen Dielen — das Ende ab Werk ist oft beschädigt oder nicht rechtwinklig.
Reihenfolge beim Verlegen
- 1Setz die Lagerhölzer nach Plan und leg unter die Stoßlinien ein zweites Lagerholz, wenn der Hersteller das verlangt.
- 2Sortier die Dielen nach dem Zuschnittplan in Stapel, damit du kein 1.400-mm-Stück aus einer Diele schneidest, die für 3.600 mm gedacht ist.
- 3Verleg Reihe für Reihe: Ungerade Reihen beginnen mit einer ganzen Diele, gerade mit einem 3.600-mm-Stück.
- 4Halte die Fuge mit gleich dicken Abstandshaltern über die ganze Reihe.
Der Rechner ermittelt das Material, nicht die Statik. Abstand und Querschnitt der Lagerhölzer, Unterstützung der Stöße, Fugen und Befestigung richten sich nach der Verlegeanleitung des Dielenherstellers und den Bauvorschriften.